Über mich

Mein Name ist Silvia Ruf.

Seit gut 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Vermitteln der Kulturtechniken: Lesen, Schreiben und Rechnen. Erst als Lehrerin in allen Schulstufen und in der Erwachsenenbildung, jetzt als diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin im Raum Hildesheim.

Schon immer war es mir ein besonderes Anliegen, Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene mit den richtigen Methoden und Materialien bestmöglichst zu fördern.
Das spielerische Lernen mit allen Sinnen steht dabei immer im Mittelpunkt, da speziell bei Legasthenie und Dyskalkulie die Speicherung des Gelernten nur so wirklich gelingt. Außerdem soll das Kind, trotz der Arbeit an den oft ungeliebten Inhalten, Spaß am Umgang mit Buchstaben und Zahlen bekommen und motiviert üben. Aber mir ist es auch wichtig, das oft angeknackste Selbstwertgefühl der Kinder aufzubauen. Wenn wir langsam und stetig in ihrem ganz eigenen Tempo und ohne Über- oder Unterforderung voranschreiten, stellen sich automatisch Erfolgserlebnisse ein, die sich auch im Schulunterricht positiv auswirken.

Ich arbeite für die Jugendhilfe Bockenem und freiberuflich. Das Training findet entweder in der Schule des Kindes oder bei mir statt.

Silvia-Ruf

Legasthenie

Was es ist und was es nicht ist

Leider wissen viele Menschen nicht genau Bescheid über Legasthenie. Dabei ist sie seit Jahrzehnten hinreichend erforscht und man weiß, dass es sich um eine erblich bedingte Lernstörung handelt, die sich beim Lernen in der Schule negativ auswirkt.
Bitte nicht mit LRS – Lese-Rechtschreib-Schwäche - verwechseln! Diese hat psycho-soziale Ursachen und kann meist durch vermehrtes Üben behoben werden.
Oft steht auch die „Diagnose“ AD(H)S im Raum, obwohl der Legastheniker lediglich bei der Arbeit mit Symbolen unaufmerksam ist.

Warnsignale für eine mögliche Legasthenie:

  • Das Kind sträubt sich geradezu zu lesen und zu schreiben.
  • Spiele mit Buchstaben / Wörtern werden abgelehnt.
  • Die Hausaufgaben werden nicht alleine bewältigt und dauern quälend lange.
  • Es ist mit seinen Gedanken irgendwo aber nicht bei den Aufgaben.
  • Aber an guten Tagen klappt plötzlich alles und es macht kaum Fehler.

Bitte sehen Sie sich dazu auch den Fragebogen Legasthenie an.

Die AFS- Methode:

Die Erklärung für diese Probleme beim Lesen und Schreiben bei ansonsten normal intelligenten Kindern: im Gehirn läuft die Verarbeitung der Sinnesfunktionen (F) bei legasthenen Menschen anders ab. Betroffen können sein:

  • Die Optik: Zahlen, Buchstaben, Bilder, Muster usw.
  • Die Akustik: Laute, Geräusche, Klänge, Stimmen
  • Die Raumwahrnehmung: links/rechts, oben/unten, Zeit

Der AFS-Test zeigt mir genau, welche Sinne betroffen sind. Diese müssen im Training nun unbedingt gefördert werden.
Bereits ein anders funktionierender Bereich macht das Lesen- und Schreibenlernen schwierig, und die Aufmerksamkeitsfähigkeit (A) sinkt. Die Kinder wirken unruhig und abwesend.
S - steht nun für das Training der Symptome – also Lesen, Schreiben und Rechnen.
Oft muss noch einmal ganz von vorne begonnen werden, um vorhandene Lücken zu schließen.

Grundzüge des Trainings bei mir:

  • Schulung der Aufmerksamkeit und der betroffenen Sinne.
  • Hohe Motivation durch vielfältige Lernspiele und Computereinsatz.
  • Dreidimensional dargebotener Lernstoff, Arbeit mit Wortbildern.
  • Einfache und übersichtliche Arbeitsblätter mit speziellen Legasthenieschriftarten.
  • Schreiben und lesen in farbig unterschiedenen Silben, die sich leichter einprägen.
  • Lautgetreue Wörter, um eindeutige Buchstaben - Laut - Zuordnungen einzuüben.
  • Langsames und an das Kind angepasstes Lerntempo, um so dem Kind Erfolgserlebnisse zu verschaffen.
  • Elternmitarbeit und Beratung: geeignete „Spiele“ vor allem im Sinnesbereich. Hier gebe ich gerne Tipps.

Und nie vergessen:
Einige der großen Genies waren Legasheniker: Thomas Edison, Albert Einstein, Steve Jobs...

Dyskalkulie

Wie sie sich bemerkbar macht

Hier gilt einiges, was auch bei Legasthenie zutrifft: Es handelt sich um eine erbliche Lern-Störung, bei der das Gehirn Sinneseindrücke anders verarbeitet.
Bei der Rechenschwäche (RS) liegen hingegen keine differenten Sinnesfunktionen vor.
Aufgrund von Beobachtungen weiß man heute, dass viele von Dyskalkulie Betroffene auch eine Legasthenie haben.

Hat mein Kind Dyskalkulie?

In den ersten beiden Klassen kompensieren die Kinder ihr fehlendes Zahlen- und Mengenverständnis meist dadurch, dass sie alles mit den Fingern abzählen. Dies funktioniert ab Klasse 3 durch die höheren Zahlenräume (100er-, 1000er-Bereich) nicht mehr. Oft wird erst dann eine Dyskalkulie augenfällig.
Eltern vermuten es meist aufgrund folgender Erfahrungen:

  • Die Hausaufgaben werden zum täglichen Kleinkrieg und alles, was am Vortag „gelernt“ wurde, ist heute wieder vergessen.
  • Das Rechnen geht nur quälend langsam vonstatten.
  • Das Kind hat regelrecht Angst vor Mathetests/vor den Mathestunden.
  • Es lehnt das Rechnen und alle Spiele, in denen gerechnet wird komplett ab.

Bitte sehen Sie sich dazu den Fragebogen Dyskalkulie an, der aber keine fachkundige Diagnose ersetzt!
Diese erstelle ich mit dem AFS-Test zum Bereich der Aufmerksamkeit, der differenten Sinnesfunktionen und der Symptomatik (Mathe-Probleme).
Erst, wenn die Sinnesfunktionen betroffen sind, bei gleichzeitigen Problemen beim Rechnen, kann man von einer Dyskalkulie sprechen!

Dyskalkulietraining bei mir

„Es ist nichts im Verstand was nicht zuvor in den Sinnen war.“ sagte schon Aristoteles.

  • konkret greifbares Sinnes-Material zur Darstellung von Mengen und Rechenvorgängen
  • Aufbau eines sicheren Zahlen- und Mengenverständnisses.
  • Verknüpfung der Mathematik mit der Welt des Kindes, um mathematisches Denken und das Kopfrechnen zu trainieren.
  • Vielseitiges Spielmaterial und Computerprogramme für Motivation und Spaß beim Rechnen.
  • Erfolgserlebnisse beim Bewältigen der Aufgaben geben dem Kind das verlorene Selbstwertgefühl zurück.
  • Aufgabenschreiben mit speziellen Arbeitsblättern, die die Konzentration fördern.

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